Neologische Mädchenträume

Die Schauschielerei isst den Traum jedes Mödchens!
Schon seit dem Stumpffilm und es rächt in Breitwanst und Pfarrbe.
Doch es braucht Schandhaftigkeit und Stöhnvermögen.
Annenfangs sind es windzicke Nebeltrollen in der Pro-Wiens.
Da heizt es, die Wirrsion nicht aus dem Bückfeld zu lassen:
Unbedüngt in Hohliwut die Hauptolle spülen!
Feldstarr sein!
Glanztags Auto-Kram geben und von Tittelseiten löcheln!
Da braucht es die Feeigkeit, die Talende einzusetzen.
Denn was schwären schon die preruflichen alten Naiven?
Zeig-Links-Schwester in einer Hemdbindungsstation.
Sekret-Törin.
Herrzieherin im Künderkaten.
Fiesöse.
Oder sie entet als Ausfrau.
Heulratet irrgen-einen pferdmögenden Geschläftsmann und säufzt manschmal beim Durchblödern der Flachzeihschriften:
Schauschielerei!
Das schaft nicht jede.
Da muss man Geh-Fallen finden, denn Gunst kommt von Kennen!
Und Gezanksstunden nehmen!
(Denn manche haben Colt in der Kehle.)
Alles andere windet sich.
Und wenn ein Kritiker (von altem Tadel)
oder ein zu schlauer Zuschauer
Begrabung vermiest,
dann zieht sie großzickig darüber hirnweg!
Wozu schießlich kann sie schauschielen!
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